Anleihen
Bondrenditen geraten erneut unter Druck

An den Anleihemärkten sind die Renditen am Dienstag den zweiten Tag in Folge unter Druck geraten. Die Kurse legten zu. Auf beiden Seiten des Atlantiks mehrten sich die Zeichen für eine Verschärfung der Konjunkturschwäche, was Anleger dazu bewegte, in Renten zu investieren und Spekulationen zu weiteren Zinssenkungen anheizte.

FRANKFURT. JPMorgan prognostiziert für die Banken Europas im vierten Quartal einen Abschreibungsbedarf von 14 Mrd. Euro. Dazu kamen der stärkste Rückgang beim Automobilabsatz seit 1999 sowie ein Einbruch beim produzierenden Gewerbe und den Dienstleistungen in der Eurozone.

In den USA waren die Verbraucherpreise im November 1,7 Prozent gefallen, so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Zudem wird damit gerechnet, dass das Zinsniveau in den USA auf längere Sicht niedrig bleiben wird.

Die Bundesanleihe mit zehn Jahren Laufzeit rentierte sieben Basispunkte niedriger bei 3,12 Prozent. Der Bund-Future, das Stimmungsbarometer am Terminmarkt, stieg 78 Basispunkte auf 123,18 Prozent. Bei den lang laufenden Treasuries gab es gleich zwei Rekorde: Sowohl die Rendite des zehnjährigen als auch die des dreißigjährigen Papiers fiel auf ein historisches Tief. Die Dreißigjährigen rentierten zeitweise bei 2,9058 Prozent, die Zehnjährigen bei 2,465 Prozent.

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