Anleihen
Bonds geben Kursgewinne wieder ab

Die Lage an den europäischen und amerikanischen Anleihemärkten bleibt angespannt. Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed vom Vorabend, das ein Ende der Leitzinserhöhungen ab Mai in Aussicht stellte, beflügelte die europäischen Bonds nur im frühen Handel deutlich.

HB FRANKFURT.Nachdem die US-Verbraucherpreise für März veröffentlicht wurden, gaben die Staatsanleihen ihre Kursgewinne wieder ab. In den USA gerieten die Anleihen nach den Daten noch deutlicher unter Druck. Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg erneut über die Marke von fünf Prozent.

In der Kernrate – also ohne die Teuerung bei Energie- und Lebensmitteln – kletterten die US-Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent und damit deutlicher als erwartet. Nachdem die am Vortag veröffentlichten US-Erzeugerpreise in derKernrate nur um 0,1 Prozent gestiegen waren, habe der Markt auf eine ebenfalls moderate Teuerung der Konsumentenpreise gehofft, sagte Thomas Amend, Rentenanalyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt. Da die Fed zudem betont habe, dass sie die Inflationsrisiken weiter beobachte, seien weitere Zinsschritte nach dem Mai nicht auszuschließen, sagte Amend. Das mache den Markt nervös.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag am späten Nachmittag bei 3,95 Pozent auf dem Niveau des Vortags. Der Bund-Future lag noch 0,12 Prozentpunkte im Plus bei 115,70 Prozent, nachdem er zuvor bis auf 116,18 Prozent gestiegen war.

Am Primärmarkt stockte Deutschland die zweijährige Bundesschatzanweisung um sieben Mrd. Euro auf.

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