Anleihen
Bonds nach Zahlen wieder gefragt

Schwache Konjunkturdaten aus den USA haben am Mittwoch für eine kleine Rally an den europäischen und amerikanischen Anleihemärkten gesorgt. Marktteilnehmer gehen nun von einer angepassten Geldpolitik der Notenbank aus.

HB FRANKFURT. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA lag laut einer Umfrage des Personaldienstleisters ADP im August so niedrig wie seit vier Jahren nicht mehr – ein Anzeichen, dass Kreditkrise und Immobilienflaute sich auf die gesamte Wirtschaft auswirken. Auch die Hausmarkt-Daten aus den USA fielen schwächer als erwartet aus. Dazu kommt, dass die Kosten für die Unternehmensfinanzierung derzeit auf Rekordniveau liegen: Der Londoner Interbankensatz (Libor) für Euro-Ausleihungen stieg auf den höchsten Stand seit 2001.

Ein solches Konjunkturumfeld macht eine angepasste Geldpolitik in der Eurozone und den USA wahrscheinlicher. Ökonomen gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank bei ihrer heute anstehenden Zinsentscheidung den Leitsatz unverändert bei vier Prozent belässt. Von der Fed erwarten sie eine Senkung um mindestens einen viertel Prozentpunkt.

Zehnjährige US-Treasuries rentierten deutlich niedriger bei 4,48 Prozent. Bei der zehnjährigen Bundesanleihe sank die Rendite auf 4,20 Prozent. Im Gegenzug legte der Terminkontrakt Bund-Future 0,56 Prozentpunkte zu auf 113,99 Prozent.

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