Anleihen: Bonitätssorgen belasten Spanien-Bonds

Anleihen
Bonitätssorgen belasten Spanien-Bonds

Bedenken über die Bonität haben die Staatsanleihen Spaniens am Dienstag unter deutlichen Verkaufsdruck gebracht. Zehnjährige spanische Bonds rentierten sechs Basispunkte höher bei 3,95 Prozent. Der Risikoaufschlag gegenüber deutschen Bundesanleihen erreichte mit 99 Basispunkten den höchsten Stand seit Mai 1997.

FRANKFURT. Bedenken über die Bonität haben die Staatsanleihen Spaniens gestern unter deutlichen Verkaufsdruck gebracht. Zehnjährige spanische Bonds rentierten sechs Basispunkte höher bei 3,95 Prozent. Der Risikoaufschlag gegenüber deutschen Bundesanleihen erreichte mit 99 Basispunkten den höchsten Stand seit Mai 1997. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Montag vor "erheblichen Problemen" für die spanische Volkswirtschaft gewarnt und mitgeteilt, sie erwäge das Kreditrating des Landes zu senken. Bislang stuft S&P spanische Anleihen langer Laufzeit wie deutsche Papiere mit der Bestnote "AAA" ein.

Zehnjährige Bundesanleihen verteuerten sich leicht, die Rendite sank zwei Basispunkte auf 2,97 Prozent. Im Fokus der Marktteilnehmer steht die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag. Bei zehnjährigen US-Treasuries überwogen die Verkaufsorders leicht, die Rendite stieg zwei Basispunkte auf 2,33 Prozent. Impulse erwarten Händler von den heute anstehenden Daten zum US-Einzelhandelsumsatz und den Verbraucherpreisdaten am Freitag.

Am Primärmarkt beschafften die Niederlande 3,3 Mrd. Euro und Großbritannien 3 Mrd. Pfund. Im Unternehmensbereich kündigten Deutsche Telekom, der Versorger Eon, der französische Mischkonzern Vivendi und McDonald's Emissionen an.

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