Anleihen
Bund-Future fällt unter 120 Prozent

Die Kurse am europäischen Rentenmarkt haben am Montag ihren Abwärtstrend fortgesetzt, entsprechend stiegen die Renditen. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel erstmals seit vergangenen November unter 120 Prozent.

FRANKFURT. Investoren schichten in Anlageformen mit höheren Renditeaussichten um, zumal sich die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen erneut aufhellte. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im Mai den zweiten Monat in Folge, auch wenn die Unternehmen die aktuelle Lage schlechter bewerteten als im April. Druck auf die Kurse brachte auch die für diese Woche angekündigten Emissionen europäischer Staaten. Deutschland, Italien und die Niederlande wollen an den Anleihemärkten in dieser Woche insgesamt bis zu 21 Mrd. Euro beschaffen, schrieb Anleihestratege Giuseppe Maraffino von Unicredit in einer am Montag veröffentlichten Studie. Auch in den USA steht diese Woche ein hohes Emissionsvolumen auf der Agenda: Washington hat vor, Anleihen im Gesamtvolumen von 101 Mrd. Dollar (72 Mrd. Euro) zu begeben.

Am Nachmittag notierte der Bund-Future 57 Basispunkte niedriger bei 119,68 Prozent. Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren kletterte um sieben Basispunkte auf 3,60 Prozent. Der Anleihemarkt in den USA blieb wegen des Feiertags Memorial Day geschlossen.

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