Anleihen
Bundesanleihen und Peripherie-Bonds legen nach Ausverkauf zu

Die Kurse der Anleihen aus den Staaten der Euro-Peripherie steigen. Auch die deutschen Bundesanleihen können am Freitag Kursgewinne verzeichnen. Der Terminkontrakt Bund-Future etwa ist um 22 Basispunkte gestiegen.
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Deutsche Bundesanleihen haben am Freitag Kursgewinne verzeichnet. Am Vortag hatte es an den Staatsanleihemärkten deutliche Verluste gegeben, da Investoren an den Versprechen der Zentralbanken, die Zinsen für einen längeren Zeitraum niedrig zu halten, zweifeln.

Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 2,02 Prozent zwei Basispunkt niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 22 Basispunkte auf 136,85 Prozent. Am Donnerstag war die Rendite der zehnjährigen Papiere erstmals seit März 2012 über die Marke von zwei Prozent geklettert.

Bei den Anleihen aus den Staaten der Euro-Peripherie sind die Kurse im Verlauf ebenfalls gestiegen. Zehnjährige Italien- Bonds rentierten drei Basispunkte niedriger bei 4,51 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatspapiere fiel um sechs Basispunkte auf 4,54 Prozent.

„Der Ausverkauf kam gestern ziemlich abrupt, daher können wir kurzfristig mit einer gewissen Korrektur rechnen“, sagte Chiara Cremonesi, Analystin für Festverzinsliche bei UniCredit SpA in London. „Aber der größte Teil der Marktbewegung heute wird von den US-Arbeitsmarktzahlen abhängen. Wenn sie stark ausfallen, wird das den Druck auf die Bonds erhöhen“, fügte sie hinzu.

Am Markt für US-Staatsanleihen haben die Kurse leicht zugelegt. Zehnjährige Treasuries rentierten zuletzt einen Basispunkte niedriger bei 2,98 Prozent.

Mit Spannung warten Marktteilnehmer auf den US- Arbeitsmarktbericht für August am frühen Nachmittag. Sie erhoffen sich Hinweise, ob sich die Lage weiter verbessert hat, womit die Aussichten steigen würden, dass die US-Notenbank schon in diesem Monat mit der Drosselung ihrer Anleihekäufe beginnen wird.

In einer Umfrage von Bloomberg wird im Median mit einem Anstieg der Beschäftigung um 180.000 Stellen gerechnet, nach einem Plus von 162.000 im Juli. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 7,4 Prozent verharren.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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