Anleihen
„Der Markt wurde völlig überrascht“

Im September ging es für Anleihen kräftig abwärts und Anleger wetteten auf einen Abwärtstrend. Doch der Oktober machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die plötzliche Rally erwischte viele auf dem falschen Fuß.
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New YorkWas für einen Unterschied ein Monat am Bondmarkt ausmachen kann. Im September noch verzeichneten festverzinsliche Wertpapiere aller Gattungen den ersten Monat mit Verlusten in diesem Jahr. Im Oktober liegen sie wieder auf Kurs, die besten jährlichen Erträge seit 2002 abzuliefern. Das zeigen Indizes von Bank of America Merrill Lynch. Die Renditen fielen am Donnerstag auf durchschnittlich 1,62 Prozent - ein 17-Monats-Tief. Ende 2013 lagen sie noch bei 2,09 Prozent.

Investoren, die darauf gewettet hatten, die September-Verluste seien der Beginn der langerwarteten Talfahrt bei den Anleihen, wurden in der vergangenen Woche überrumpelt. Eine ganze Serie von Ereignissen weltweit weckte plötzlich Zweifel an der Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins eher früher als später anheben wird. Dazu zählten Anzeichen für eine Deflation in Europa, die niedrigere Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Weltwirtschaft und die Warnung der Federal Reserve, der stärkere Dollar könnte das Wachstum in den USA und anderswo beeinträchtigen.

„Alles hat sich schnell geändert“, sagt Andrew Brenner, Leiter der Abteilung für Internationale Anleihen bei National Alliance Capital Markets. „Der Markt wurde von der Betonung des globalen Wachstums durch die Fed völlig überrascht.“

Allen voran die als am sichersten geltenden Anleihen, wie US-Treasuries und deutsche Bundesanleihen, kamen die Festverzinslichen in diesem Monat auf ein Plus von 0,67 Prozent bis zum 8. Oktober. Da es nicht mal mehr 60 Handelstage in diesem Jahr gibt, nimmt der Markt Kurs auf einen Ertrag von acht Prozent – das wäre die beste Entwicklung seit 2002 mit 8,9 Prozent. Zum Vergleich: Die Aktien im MSCI All-Countries World Index kommen nach Dividenden nur auf ein Plus von 1,8 Prozent.

Ende 2013 gingen Ökonomen in Umfragen von Bloomberg im Median noch von einem Renditeanstieg von 10-jährigen Treasuries von 3,03 Prozent Ende 2013 bis auf 3,44 Prozent Ende 2014 aus. Statt dessen sank die Rendite bis auf 2,31 Prozent am 9. Oktober. Bei den 10-jährigen Bundesanleihen fiel die Rendite am selben Tag bis auf 0,858 Prozent - ein Rekordtief und mehr als einen Prozentpunkt niedriger als Ende 2013.

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„Wir warten alle auf höhere Zinsen“

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  • In EUR-Land gibt es keinen funktionierenden Markt mehr ... die EZB stützt marode Systeme mit immer mehr Druckergeld, zum Schaden des deutschen Steuerzahlers, Sparers und der Rentner ... alle werden sukzessive enteignet. Das Schlimmste ist aber, dass die deutschen Politiker weggucken, schweigen bzw. kleinreden. Nur die AFD verzichtet auf Scheuklappen und Redeverbote, es gibt noch etwas Hoffnung also.

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