Anleihen
Die Kurse an den Rentenmärkten legen zu

Die Renditen an den US-Bondmärkten sind am gestrigen Dienstag massiv gesunken. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe sackte auf bis 4,91 Prozent ab, nachdem sie am Vortag bei fünf Prozent gelegen hatte. Im Euro-Raum ging die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe weniger stark zurück, fiel aber unter die Marke von vier Prozent.

cü FRANKFURT. Der für die Euro-Zone wichtige Terminkontrakt Bund-Future gewann bis zum Abend 0,28 Prozentpunkte auf 116,37 Prozent. Auslöser für die Käufe der Staatspapiere waren die Erzeugerpreise aus den USA. „Die Preisdaten waren eine große Überraschung und haben die Hoffnungen auf ein Ende der Zinserhöhungen in den USA gestärkt“, sagte Ulrich Wortberg, Rentenstratege bei Helaba Trust. Die Produzentenpreise stiegen im Juli im Vergleich zum Vormonat um nur 0,1 Prozent statt wie erwartet um 0,4 Prozent. In der für die US-Notenbank wichtigen Kernrate – ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel – gingen die Erzeugerpreise zur Überraschung von Volkswirten sogar um 0,3 Prozent zurück.

Noch weitere deutliche Renditerückgänge sind laut Wortberg zunächst jedoch nicht zu erwarten. Die am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreise dürften zwar voraussichtlich ebenfalls niedriger als erwartet ausfallen. Dies sei jetzt in den Rentenkursen jedoch schon vorempfunden.

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