Anleihen
Die langfristigen Zinsen in Europaziehen an

Die Renditen der zehnjährigen Anleihen in Deutschland und den USA sind gestern zum ersten Mal seit acht Handelstagen wieder etwas gestiegen. Die Rentenmärkte im Euro-Raum, für die Bundesanleihen als Richtmaß gelten, litten damit etwas unter den Kommentaren der Europäischen Zentralbank (EZB).

cü FRANKFURT. Diese hatte erwartungsgemäß eine Zinserhöhung für März avisiert. „Wie es danach weitergehen wird, ist gleichwohl derzeit unklar“, meinte Jens-Oliver Niklasch, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg. Die EZB werde sich voraussichtlich alle Optionen offen halten, dies belaste den Markt leicht. Bis zum späten Nachmittag stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 4,04 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor 0,16 Prozentpunkt auf 115,39 Prozent.

In den USA stand der Markt im Zeichen der Auktion 30-jähriger Anleihen über neun Mrd. Dollar. Die Höchstrendite lag mit 4,812 Prozent unter den Analystenprognosen. Laut US-Schatzamt gingen Gebote über mehr als 22 Mrd. Dollar ein. In dieser Woche hatte das Schatzamt bereits dreijährige und zehnjährige Bonds über insgesamt 29 Mrd. Euro versteigert. Auch diese Auktionen verliefen gut. Nach der Auktion sank die Rendite der neuen Longbonds auf 4,79 Prozent, die zehnjährige US-Anleihe rentierte nahezu unverändert mit 4,73 Prozent.

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