Anleihen
Druck auf die Rentenmärkte setzt sich fort

Die europäischen Anleihen sind mit Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Seit Dezember steigen die Renditen mehr oder weniger kontinuierlich. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte gestern mit 3,83 Prozent und damit so hoch wie seit Ende Oktober nicht mehr.

cü FRANKFURT. Der Bund-Future verlor bis zum Handelsende 0,18 Prozentpunkte auf 117,12 Prozent. Marktbewegende Konjunkturdaten gab es nicht, die europäischen Bonds litten aber laut Händlern darunter, dass die US-Anleihen am späten Freitag ihre Gewinne wieder abgegeben hatten. Am Montag verharrte die Rendite zehnjähriger US-Bonds bei 4,60 Prozent.

Nach Ansicht der Analysten von Helaba Trust kann noch keine Entwarnung für die Rentenmärkte gegeben werden. So sei bei den Auftragseingängen langlebiger Güter und den Konsumausgaben in den USA mit positiven Überraschungen zu rechnen. Diese dürften die zuletzt stark gesunkenen Hoffnungen auf Leitzinssenkungen in den USA weiter dämpfen.

Am Primärmarkt platzierte der griechische Mobilfunkanbieter TIM Hellas Anleihen über insgesamt 1,4 Mrd. Euro. Die Schuldtitel von TIM Hellas zählen zu den riskanten Junk-Bonds. In diesem Jahr haben europäische Unternehmen laut Société Générale Junk-Bonds über 26 Mrd. Euro begeben – 79 Prozent mehr als im Vorjahr.

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