Anleihen
EZB-Finanzspritze drückt auf Anleihekurse

Leichte Kursverluste bei Anleihen: Eine Finanzspritze der Europäischen Zentralbank für den Geldmarkt hat am Dienstag die Märkte beruhigt.

FRANKFURT.Eine Finanzspritze der Europäischen Zentralbank für den Geldmarkt hat am Dienstag die Märkte beruhigt und bei den Anleihen für leichte Kursverluste gesorgt. Die EZB hat dem Markt die Rekordsumme von 348,6 Mrd. Euro über zwei Wochen zur Verfügung gestellt und damit die Finanzierungskosten zum Jahresende gedämpft.

Laut der European Banking Federation ist der Interbankensatz für zweiwöchige Ausleihungen um den Rekordwert von 50 Basispunkten auf 4,45 Prozent gefallen. Es ist das erste Anzeichen, dass die Zentralbanken mit ihren Bemühungen, den Markt für Kredite der Banken untereinander wieder anzukurbeln, Erfolg haben. Am Nachmittag rentierten zehnjährige Bundesanleihen einen Basispunkt höher mit 4,30 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future verlor vier Basispunkte auf 113,10 Prozent.

In den USA standen Anleihen zunächst ebenfalls unter Druck, erhielten allerdings im Tagesverlauf Rückenwind von schwachen US-Konjunkturdaten. Baubeginne und Baugenehmigungen im November sind deutlich zurückgegangen, was auf eine weiter anhaltende Flaute am Häusermarkt hindeutet. Investoren befürchten, dass sich diese auf die gesamte Wirtschaft ausdehnt. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries lag am Nachmittag einen Basispunkt im Minus bei 4,14 Prozent.

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