Anleihen
Anleihen für engagierte Investoren

Die International Projekt Consult GmbH (IPC) will Investoren für Projekte der Entwicklungshilfe gewinnen. Die Beratungsfirma begibt zwei Anleihen über je drei Mill. Euro mit Laufzeiten von drei und sechs Jahren. Dafür bietet sie im Vergleich zu Bankenanleihen hohe Renditen von fünf bzw. 6,5 Prozent.

cü FRANKFURT/M. Gebraucht wird das Geld, um die Beteiligung an der von der IPC gegründeten IMI – Internationale Micro Investitionen AG – zu erhöhen. Die arbeitet – wie die IPC – im Bereich der so genannten Mikro-Finanzierungen. IMI besitzt Anteile an 18 Mikro-Finanzbanken in Südamerika, Mittel- und Osteuropa sowie Afrika. Diese Institute vergeben kleine Kredite – die meisten von unter 1 000 bis 10 000 Euro – an Kleinstunternehmer wie Gemüsehändler oder Schuhmacher, die bei größeren Banken kein Geld bekommen.

Am Aktienkapital der IMI von 117 Mill. Euro halten den Großteil vier öffentlich-rechtliche Institutionen, darunter die KfW Bankengruppe. „Wir wollen innerhalb der IMI die Rolle der privaten Aktionärsgruppen weiter stärken, weil wir uns davon eine schnellere Kreditvergabe und somit eine noch effektivere Entwicklungshilfe vorstellen“, sagte Claus-Peter Zeitinger, Gründer von IPC und Aufsichtsratsvorsitzender der IMI. Zu den privaten Aktionären der IMI gehören neben der IPC andere private Stiftungen, etwa die niederländische Doen Foundation, die ihre Anteile an der IMI ebenfalls erhöhen wollen.

Bei den öffentlich-rechtlichen Aktionären wird das Bestreben der privaten Aktionäre nach einem höheren Anteil begrüßt. Die IPC gelte zudem in der Entwicklungshilfe als das erfolgreichste deutsche Privatunternehmen, hieß es.

Die Anleihen werden direkt von der IPC vertrieben (Internetadresse: www.ipcgmbh.com). Sie richten sich an Privatanleger, die die Papiere bis zur Fälligkeit halten wollen. Die Mindeststückelung beträgt 10 000 Euro. Die IPC hat kein Rating von einer Agentur. Sie erwirtschaftete in den vergangenen fünf Jahren nach eigenen Angaben einen Gewinn vor Steuern von rund drei Mill. Euro jährlich. Zeitinger sieht die Emission auch als Test für das Interesse privater Investoren an der IMI. Denn deren Privatisierung soll weiter voran getrieben werden. So wird sogar über einen Börsengang ab 2007 nachgedacht.

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