Anleihen
Furcht vor Zinserhöhung belastet Renten

Weiter zunehmende Spekulationen über eine Leitzinserhöhung in den USA haben am gestrigen Dienstag den Bund-Future unter Druck gesetzt. Der Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe verlor bis zum Handelsende 14 Ticks auf 115,91 Punkte. Die Rendite der Bundesanleihe selbst stieg leicht auf 4,01 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe erhöhte sich deutlich von 5,08 auf 5,14 Prozent.

ben / Reuters FRANKFURT. Hintergrund waren stärker als erwartet gestiegene Erzeugerpreise in den USA. Diese hatten im Juni um 0,5 Prozent zugelegt. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Als Preistreiber wirkten vor allem Lebensmittel, die den stärksten Anstieg seit mehr als zweieinhalb Jahren verzeichneten. In der Kernrate, also ohne die Berücksichtigung der stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel, ergab sich lediglich ein Anstieg um 0,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium gestern bekannt gab.

Belastend für die Anleihen wirkten sich auch leicht steigenden Aktienkurse in den USA aus. „Offenbar versuchen sich wieder einige Anleger am Aktienmarkt und geben Renten ab“, sagte ein Händler. Die Frage sei, ob diese Erholung bei den Aktien angesichts des hohen Ölpreises und der Spannungen in Palästina anhalten könne.

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