Anleihen
Gewinnmitnahmen am Rentenmarkt

Die Erholung der Aktienkurse hat am Freitag am Rentenmarkt Gewinnmitnahmen ausgelöst. Der Bund-Future, der am Morgen noch 27 Ticks zugelegt hatte, bröckelte bis zum Nachmittag auf das Vortagesschlussniveau von 116,17 Punkte ab. Auch der Euro holte wieder etwas auf.

HB FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzwert mit 1,4674 (Vortag 1,4691) Dollar nur geringfügig niedriger fest. Am Morgen war der Euro zeitweise bis auf 1,4610 (Vortagesschluss 1,4645) Dollar gerutscht. Zum Yen stieg der Dollar auf 117,37 Yen von 106,62 Yen am Vorabend.

"Die Aktienmärkte scheinen sich etwas zu erholen, und das drückt die Anleihen", sagte ein Händler. Das Plus im Dax führten Händler vor allem auf technischen Faktoren zurück. "Einige Anleger machen nach den Kursgewinnen am Rentenmarkt in dieser Woche Kasse", sagte ein Händler. Zudem folgten die Anleihen den Vorgaben aus den USA, wo die Anleger ebenfalls ihre Gewinne einsteckten. In dieser Woche sind die Renditen am deutschen Anleihenmarkt kräftig ins Purzeln geraten. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte am Freitag nur noch bei 3,965 Prozent. Vor einer Woche lag die Rendite noch bei 4,098 Prozent. Der Bund-Future stieg in der Spitze diese Woche bis auf 116,55 Punkte von 115,25 Zähler am vorigen Freitag.

Nach Aussage von Händlern hat sich an der Angst der Anleger vor einer Rezession in den USA nichts geändert. Nach enttäuschenden Konjunkturdaten am Donnerstag nahmen die Spekulationen auf eine große Zinssenkung in den USA zum Wochenschluss wieder zu. Die US -Notenbank (Fed) wird Ende des Monats turnusmäßig über die Zinspolitik entscheiden.

Als Lichtblick bezeichneten Händler die Absicht von Präsident George W. Bush, zusammen mit dem Kongress ein Konjunkturpaket zu schnüren, um der Wirtschaft damit unter die Arme zu greifen. Mit der Situation vertrauten Kreisen zufolge soll es um ein Volumen von bis zu 150 Mrd. Dollar gehen. "Sollte dieses Paket zügig realisiert werden, wäre das für die Konjunktur in den USA förderlich", sagte Helaba -Analyst Christian Apelt. Fed-Chef Ben Bernanke hatte sich am Vortag für einen staatlichen Stimulus stark gemacht.

Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) wurde der Euro am Freitag mit 1,4649 (1,4648) Dollar nahezu unverändert festgestellt. Zum Yen kletterte die Gemeinschaftswährung auf 157,34 (156,70) Yen. Ein überraschender Rückgang der Einzelhandelsumsätze in Großbritannien drückte das Pfund Sterling zum Dollar auf 1,9585 Dollar von 1,9715 Dollar am Vorabend.

Die von der Bundesbank täglich errechnete Umlaufrendite börsennotierter öffentlicher Anleihen fiel auf 3,91 (Vortag 3,96) Prozent. Der Rex-Rentenindex stieg um 0,4 Prozent auf 117,2993 Punkte.

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