Anleihen
Händler setzen auf kurze Laufzeiten

Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit dürften in dieser Woche wieder gefragt sein. Händler spekulieren, dass die Maßnahmen der US-Regierung zur Linderung der Bankenkrise erst langsam greifen werden.

FRANKFURT. Trotz der spektakulären Kursverluste an den Anleihemärkten am Freitag dürfte die Sicherheit von Staatsanleihen in dieser Woche wieder gefragt sein. Händler spekulieren, dass die Maßnahmen der US-Regierung zur Linderung der Bankenkrise erst langsam greifen werden. Dabei wird insbesondere lebhaftes Interesse für zweijährige Papiere erwartet: „Die Volatilität ist hoch, und in einer solchen Phase ist es gut, kurzfristige Bonds zu kaufen“, sagte Guiseppe Maraffino von Unicredit in Mailand.

Am Freitag waren die Renditen infolge der Nachrichten aus den USA massiv nach oben gesprungen. Zweijährige US-Treasuries rentierten mit über 2,10 Prozent, Bundesanleihen gleicher Laufzeit mit 4,00 Prozent. Treasuries mit Fälligkeit 2018 rentierten mit 3,80 Prozent, die zehnjährige Bundesanleihe legte auf 4,20 Prozent zu. Der Terminkontrakt Bund-Future kollabierte 190 Basispunkte auf 113,38 Prozent.

Am Primärmarkt ist ein reges Geschäft zu erwarten. Am Dienstag emittiert Griechenland eine fünfjährige Anleihe über 1,4 Mrd. Euro. Am Mittwoch kommen von der Bundesbank sieben Mrd. Euro in fünfjährigen Papieren, und aus den USA sind für Mittwoch und Donnerstag Auktionen für zwei- beziehungsweise fünfjährige Treasuries angekündigt. Am Donnerstag begibt Großbritannien 2019 fällige Anleihen über 2,5 Mrd. Pfund.

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