Anleihen
Hedge-Fonds gewinnen Griechenland-Wette

Hedge-Fonds gehören vermutlich zu den großen Gewinnern des griechischen Anleihe-Rückkaufprogrammes. Weil die klammen Südeuropäer auf die Investoren angewiesen sind, müssen sie mehr zahlen als ursprünglich gedacht.
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LondonFür Hedge-Fonds ist ihre Strategie bei Griechen-Bonds offenbar aufgegangen. Hedge-Fonds, die in griechische Anleihen investiert sind, stehen jetzt wohl als Gewinner da, nachdem die Entscheidungsträger der Eurozone nachgegeben und ihnen mehr Geld angeboten haben. Der Preis, zu dem das rezessionsgeplagte Land seine Staatsanleihen zurückkauft, musste angehoben werden.

Die Hedge-Fonds hatten den Preis für die griechischen Staatsanleihen in der vergangenen Woche hochgetrieben, nachdem sich abzeichnete, dass die Finanzminister der Eurozone von ihrem ursprünglichen Plan, nicht mehr als 28 Prozent des Nominalwerts der Bonds zu zahlen, abrücken würden. Die Vermögensverwalter setzten darauf, dass sich bei diesem Niveau nicht genügend Anleihegläubiger beteiligen würden, um die Transaktion durchzuziehen.

Die Transaktionen von Griechen-Bonds nahmen an dem Tag zu, nachdem klar war, dass der Rückkauf stattfinden würde, wobei ein Großteil der Käufe auf das Konto von Hedge-Fonds ging, sagt Zoeb Sachee, Leiter Staatsanleihen-Handel Europa bei Citigroup in London. “Wenn alles wie geplant läuft, gewinnen alle”, sagt Sachee. “Die Hedge-Fonds haben zu einem geringeren Preis als dem jetzigen gekauft. Sollte es nicht klappen, riskiert Griechenland einen Ausfall und alle verlieren.”

Griechenland kündigte am Montag an, ausstehende Bonds mit einem Nominalwert von 62 Mrd. Euro zurückzukaufen und dafür 10 Mrd. Euro bereitzustellen. Das Land und seine Geldgeber aus dem Euroraum erklärten sich bereit, Preise zwischen einem mittleren Minimum von 32,1 Prozent des Nominalwerts und einem mittleren Maximum von 34,1 Prozent des Nominalwerts zu zahlen. Die Auktion läuft bis zum 7. Dezember, wie aus einer Stellungnahme der griechischen Schuldenagentur hervorgeht.

Einige Hedge-Fonds haben bereits im März nach der Schuldenrestrukturierung damit begonnen, griechische Bonds zu kaufen. Sie wetteten darauf, dass die Kurse und Renditen die falsche Ansicht widerspiegelten, das Land steuere auf einen Zahlungsausfall zu. Hedgefonds-Manager wie Dan Loeb von Third Point LLC gingen davon aus, dass andere Investoren einen solchen Ausfall nicht zulassen würden - aus Besorgnis über die potenziellen Folgen eines Euro-Austritts Griechenlands. Bestärkt wurden sie in ihrer Ansicht durch die Zusicherung von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) am 26. Juli, die Gemeinschaftswährung zu verteidigen.

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  • Richtig,

    denn wie schön heißt es in dem Artikel:

    "Hedgefonds-Manager wie Dan Loeb von Third Point LLC gingen davon aus, dass andere Investoren einen solchen Ausfall nicht zulassen würden - aus Besorgnis über die potenziellen Folgen eines Euro-Austritts Griechenlands. Bestärkt wurden sie in ihrer Ansicht durch die Zusicherung von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) am 26. Juli, die Gemeinschaftswährung zu verteidigen."

    Das Handeln bzw. Sprechen des EZB-Präsident Draghi sicherte also den Hedge-Fonds diesen Gewinn. Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Hat der ehemalige GoldmanSachs Manager Draghi dies mit Absicht getan oder ist er so "unbedarft", höflich gesagt. Im zweiten Fall sollte er den Posten räumen, im ersten Fall sollten andere Instanzen tätig werden. Auf alle Fälle kostet dieses "Führungspersonal" die europäischen Steuerzahler zu viel Geld.


  • Kaufleute sind eben cleverer !
    Politiker sind günstigstenfalls selbstgefällig und uneinsichtig.

  • Seit ca. 1/2 Jahr habe ich beobachtet, daß die Griechenanleihen ohne Grund kontinuierlich dh. beständig stiegen. Die "Hedgefonds" (ja, ja, immer diese Bösen) haben also massiv und stur zugekauft, während über eine drohende Pleite Griechenslands fleißig diskutiert wurde und die Meinung kräftig hin- und herwogten. Wußte da etwa jemand was, oder haben die "Hedgefonds" (wer immer das sei) nur drauflos spekuliert?
    Aber was soll's, wir allen wissen mittlerweile wohin die Steuergelder gehen. The Heilige Papa/Mamandreous-Familie ist ja nur ein Paradebeispiel, wie man deutsche Exportüberschüsse abbauen kann.

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