Anleihen
Inflationssorgen treiben Renditen im Euroraum

Spekulationen auf höhere Leitzinsen im Euroraum haben am Dienstag die Kurse am europäischen Anleihemarkt gedrückt und die Renditen vorangetrieben. Auslöser der Bondverkäufe waren freundliche Arbeitsmarktdaten aus Deutschland, die in den Augen von Marktteilnehmern steigenden Inflationsdruck signalisierten.

HB FRANKFURT. Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg meldete, dass die Arbeitslosigkeit im Oktober ein langjähriges Tief erreichte. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen im September bereits auf dem niedrigsten Stand seit 14 Jahren lag, sank sie nun weiter auf 8,7 Prozent. Der Kurs zehnjähriger Bundesanleihen gab soweit nach, dass die Rendite drei Basispunkte anzog. Der Bund-Future sank auf 113,71 Prozent.

Am US-Bondmarkt standen erneut die konjunktursensiblen kurzen Laufzeiten unter Druck. Grund war die Erwartung einiger Investoren, die Federal Reserve Bank werde den Leitzins heute eventuell doch nicht senken. Die Rendite zweijähriger Treasuries stieg zwei Basispunkte. Zehnjährige Papiere rentierten unverändert bei 4,38 Prozent.

Am Primärmarkt wurde bekannt, dass Johnson & Johnson erstmals Anleihen in Euro und Pfund begeben will. Der amerikanische Pharma- und Kosmetikkonzern plant Emissionen über umgerechnet insgesamt 1,7 Mrd. Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%