Anleihen
Investoren fassen wieder Vertrauen in die Euro-Krisenländer

Der Kurs für spanische Papiere steigt auf ein Sechs-Wochen-Hoch, der Risikoaufschlag steht so niedrig wie seit zwei Jahren nicht. Auch italienische Staatspapiere gewinnen. Grund sind niedrige Renditen für US-Anleihen.
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FrankfurtDie Aussicht auf anhaltend niedrige Renditen für US-Anleihen hat einige Anleger am Donnerstag in Bonds südeuropäischer Staaten getrieben. So stieg der Kurs für zehnjährige spanische Papiere um bis zu 1,4 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 101,38 Punkten. Gleichzeitig fiel der Risikoaufschlag zu vergleichbaren Bundestiteln auf 240,9 Basispunkte. Das ist der niedrigste Wert seit gut zwei Jahren.

Auch bei neu ausgegebenen spanischen Anleihen griffen Investoren beherzt zu: Bei der Auktion drei und 15-jähriger Bonds übertraf die Nachfrage das Angebot um jeweils mehr als das Doppelte. Dank des großen Interesses ging die Rendite für die dreijährigen Anleihen auf 2,225 von 2,636 Prozent zurück. Die Rendite für die erstmals emittierten 15-jährigen Titel lag bei 4,809 Prozent.

Die zehnjährigen italienischen Staatspapiere gewannen dank der Fed-Überraschung ebenfalls mehr als ein Prozent. Sie profitierten Börsianern zufolge zusätzlich von der Erleichterung der Anleger, dass die Regierungskoalition trotz des geplanten Ausschlusses von Silvio Berlusconi aus dem Senat bislang nicht zerbrochen ist. Die Berlusconi-Partei PDL hat für diesen Fall mit dem Rückzug ihrer Minister aus der Regierung gedroht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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