Anleihen
Investoren flüchten in Staatsanleihen

Konjunkturängste haben am Dienstag erneut die Kurse europäischer und amerikanischer Anleihen nach oben getrieben und die Renditen sinken lassen. Beiderseits des Atlantiks grassierte die Furcht vor weiteren Verlusten an den internationalen Kreditmärkten.

HB FRANKFURT. In einer Rede vor dem Kongress sprach US-Notenbankchef Ben Bernanke von „bedeutenden Abwärtsrisiken“ für die US-Wirtschaft. Die Hilfe für die Finanzmärkte habe für die Federal Reserve „oberste Priorität“. Vor der Rede Bernankes hatten in Europa schlechte Konjunkturdaten die Bondrenditen bereits gedrückt. In Deutschland sackte der ZEW-Index zu den mittelfristigen Konjunkturerwartungen im Juli auf ein Rekordtief. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel sechs Basispunkte auf 4,34 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Ende Mai. Der Terminkontrakt Bund-Future legte 58 Basispunkte zu auf 112,86 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries rentierten sieben Basispunkte niedriger bei 3,79 Prozent.

Am Primärmarkt kündigte die Bundesbank an, eine neue Anleihe mit einer Laufzeit bis ins Jahr 2040 zu begeben statt – wie zunächst geplant – eine Anleihe mit Fälligkeit 2039 aufzustocken. Für die Emission ist ebenso wie bei der zunächst geplanten Aufstockung ein Volumen von vier Mrd. Euro vorgesehen.

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