Anleihen
Investoren ziehen Geld aus Staatsbonds ab

Der gesunkene Ölpreis, der die Aktienmärkte beflügelte, hat am Dienstag die Anleihekurse unter Druck gebracht. Investoren schichteten ihr Geld von sicheren Staatsanleihen in Anlagen mit höherem Ertragspotenzial um. Dies galt besonders für europäische Bonds.

FRANKFURT. Der Kurs der Kurs zehnjähriger Bundesanleihen sackte deutlich ab. Die Rendite stieg im Gegenzug um sieben Basispunkte auf 4,19 Prozent. Der Bund-Future verlor 63 Basispunkte auf 113,89 Prozent. Zehnjährige US-Anleihen rentierten hingegen nur etwas höher bei 3,82 Prozent.

„Viele Leute halten die Zeit für gekommen, Bonds zu verkaufen und in Aktien zu investieren“, sagte Ciaran O'Hagan, Anleihestratege bei Société Générale. „Der Rückgang des Ölpreises hat der Zuversicht einen Schub gegeben.“ Verkaufsdruck für den Rentenmarkt brachte auch das gestiegene Bewertungsniveau. Seit dem Tief aus der zweiten Juli-Hälfte haben sich zehnjährige Bundesanleihen mehr als vier Prozent verteuert. US-Papiere gewannen seit Mitte Juni 4,7 Prozent an Wert.

Am Primärmarkt gab der britische Einzelhändler Tesco Anleihen über drei Mrd. Euro aus mit Laufzeit von vier und acht Jahren auf den Markt. Die Bonds waren laut Bankern mehr als doppelt überzeichnet. Seit vergangener Woche haben bereits viele Unternehmen den Bondmarkt angezapft.

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