Anleihen
Irak und Inflation treibt Anleger in Bundesanleihen

Die Irak-Krise hält die Wirtschaft in Atem. Auf der Suche nach sicheren Anlagen investieren immer mehr Anleger in Bundesanleihen. Verstärkt wird dieser Effekt durch die niedrige Inflation.
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Bundesanleihen und US-Treasuries waren am Montag etwas fester. Angesichts der Krise im Irak wurden Anlagen vermehrt nachgefragt, die als sicherer Hafen gelten. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten bei 1,35 Prozent einen Basispunkt niedriger. Am Terminmarkt stieg der Bund-Future um 25 Basispunkte auf 145,70 Prozent. Die Rendite von US- Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit fiel um zwei Basispunkte auf 2,58 Prozent.

Rückenwind erhielten die deutschen Bundesanleihen auch von den Inflationsdaten aus dem Euroraum. Im Euroraum sind die Verbraucherpreise im Mai gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 0,5 Prozent gestiegen, nach einem Plus von 0,7 Prozent, berichtete Eurostat am Montag und bestätigte damit die vorläufigen Daten. Damit lag die Teuerung auf dem tiefsten Wert seit 2009. Die Inflationsrate beträgt seit acht Monaten weniger als die Hälfte des EZB-Ziels von knapp zwei Prozent.

Zudem ist der Satz für auf Euro lautende Übernachtkredite zwischen Banken am Freitag auf ein Rekordtief von 0,026 Prozent gefallen. Die EZB hatte am 5. Juni zur Abwendung einer Deflationsgefahr ein Maßnahmenpaket bekannt gegeben, das unter anderem eine Senkung des Einlagensatzes in den negativen Bereich umfasste.

Für Bewegung könnten am Nachmittag neue Daten zur US- Industrieproduktion sorgen. Ökonomen gehen einer Bloomberg- Umfrage zufolge davon aus, dass die Industrieproduktion im Mai um 0,5 Prozent gesteigen ist, nach einem Rückgang von 0,5 Prozent im April.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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