Anleihen
Italien will fast eine halbe Billion leihen

Italien braucht dringend Geld: Fast eine halbe Billion Euro will das Land in diesem Jahr am Kapitalmarkt aufnehmen, dafür aber weniger Zinsen zahlen. Die Chancen stehen nicht mal schlecht.
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MailandItalien will in diesem Jahr insgesamt etwa 440 Milliarden Euro Schulden am Finanzmarkt aufnehmen. Das Finanzministerium zeigte sich am Mittwoch überzeugt, dass die dafür fälligen Zinsen im Laufe des Jahres kräftig sinken werden.

Der Risikoaufschlag gegenüber deutschen Bundesanleihen könne bis Jahresende auf nur noch zwei Prozentpunkte zurückgehen, sagte die für das Schuldenmanagement verantwortliche Maria Cannata bei einer Veranstaltung in Mailand.

Bislang hatte die Regierung als Zielmarke für die Brutto-Kreditaufnahme 450 Milliarden Euro genannt. Die Gefahrenzulage auf italienische Anleihen ist zuletzt mit der Entspannung in der Schuldenkrise kräftig gesunken. Derzeit beläuft sich der Aufschlag bei zehnjährigen Papieren auf knapp drei Prozentpunkte. Zum Höhepunkt der Finanzkrise war er auf mehr als 5,5 Prozentpunkte in die Höhe geschnellt und hatte dabei Ängste vor einer dramatischen Eskalation der Krise geschürt.

Eine weitere Emission von Schuldenpapieren belegte am Mittwoch, dass die Investoren wieder zunehmend Vertrauen in die Fähigkeit Italiens haben, seine Schulden zu begleichen. Die Anleger gewährten dem hoch verschuldeten Land Kredite über sechs Milliarden Euro und verlangten einen niedrigeren Zins als zuletzt.

Das Land begab zwei Anleihen mit Laufzeiten bis März 2015 und bis September 2019. Für die dreijährigen Papiere war eine Rendite von 2,76 fällig nach zuletzt 3,41 Prozent. So wenig hat Italien zuletzt im Oktober 2010 berappen müssen. Die Rendite der länger laufenden Papiere betrug 4,3 Prozent. Die starke Nachfrage begründeten Händler jedoch auch mit der gigantischen Liquiditätsspritze der Europäischen Zentralbank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleihen: Italien will fast eine halbe Billion leihen"

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  • "Eine weitere Emission von Schuldenpapieren belegte am Mittwoch, dass die Investoren wieder zunehmend Vertrauen in die Fähigkeit Italiens haben, seine Schulden zu begleichen."... von wem hat denn der Autor diese Weisheit diektiert bekommen?! Die Investoren verhalten sich wie Affen und die EZB ist der Dompteur. Sobald die Monetisierung des italienischen Oberdompteurs Draghi endet, ist es auch mit dem "Vertrauen" vorbei.....

  • Was die Deutsche in Überfluss haben mangelt es den Italienern total; Chauvinismus.
    Würden die Italiener mehr Made in Italy und weniger Made in China oder Made in Germany kaufen wäre das Problem der Überschuldung schon gelöst, weil dadurch die Staatseinnahme steigen würden und die Arbeitslosigkeit, vor allem die Jugendarbeitslosigkeit (30%) sinken.
    Es muss den Italienern zuerst noch schlechter gehen damit sie es verstehen, denke ich.

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