Anleihen
Italien zahlt weniger, Deutschland-Rendite steigt

Italien sammelt erfolgreich frisches Geld am Kapitalmarkt ein und erreicht das angepeilte Maximalziel. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt wieder etwas höher.
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Italien hat am Dienstag am Primärmarkt eine Nullkuponanleihe mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro platziert. Damit wurde das angepeilte Maximalziel der Auktion erreicht. Die Emissionsrendite der zweijährigen Anleihen war die niedrigste für vergleichbare Papiere seit Oktober 2010. Das Land begab auch inflationsgeschützte Anleihen mit Fälligkeiten 2019 und 2026. Aus den Niederlanden kamen zudem 2015 fällige Anleihen im Volumen von 2,4 Milliarden Euro.

Die Tendenz an den Anleihemärkten war ansonsten uneinheitlich. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen lag Basispunkte höher bei 1,42 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future sank 14 Basispunkte auf 141,29 Prozent.

Papiere aus Spanien gleicher Laufzeit waren gesucht, die Renditen sanken um rund drei Basispunkte. Die erfolgreiche Auktion von Schatzwechseln über drei und sechs Monate weckte Kaufinteresse auch für länger laufende spanische Papiere. Die Rendite zehnjähriger griechischer Anleihen sank um 18 Basispunkte.

Die Finanzminister der Euro-Zone haben sich in der Nacht zum Dienstag in Brüssel auf niedrigere Zinsen für griechische Hilfskredite geeinigt. Das beschlossene Maßnahmenbündel ermöglicht dem Land darüber hinaus einen Schuldenrückkauf und verschafft Griechenland einen Zinsaufschub sowie mehr Zeit, die eigenen Verbindlichkeiten zu begleichen. Auch die Auszahlung einer Hilfstranche über 34,4 Milliarden Euro im Dezember wurde beschlossen.

Zehnjährige US-Treasuries waren nach Anfangsverlusten gesucht, die Rendite sank einen Basispunkt auf 1,65 Prozent. “Bis wir Nachrichten zu einem Durchbruch beim Fiscal Cliff erhalten, sehe ich nicht viele Gründe, warum Treasuries viel tiefer rutschen sollten”, sagte Piet Lammens, Leiter Research bei KBC Bank NV in Brüssel.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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