Anleihen
Kein klarer Trend an den Bondmärkten

Die Anleihemärkte haben sich gestern in Europa und den USA in unterschiedliche Richtungen entwickelt. US-Staatsanleihen legten leicht zu, da Anleger mit einer Konjunkturabschwächung rechneten und Papiere zukauften.

HB FRANKFURT. Jüngster Datenpunkt: der am Montag veröffentlichte ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende US-Gewerbe. Dieser war im September auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten gefallen. Ein langsameres Wachstum der US-Wirtschaft macht neue Zinssenkungen der US-Notenbank wahrscheinlicher und Anleihen damit attraktiver. Zehnjährige Treasuries rentierten bei 4,55 Prozent.

In Europa wurden lange Laufzeiten dagegen überwiegend verkauft. Investoren befürchten, dass Inflation Realerträge und Performance der Bonds belastet. Papiere mit kurzen Laufzeiten verzeichneten Gewinne, da Anleger auch in Europa Konjunkturprobleme erwarten und auf eine Lockerung der Geldpolitik der EZB spekulierten. Die Rendite zehnjähriger Bundespapiere stieg im Tageshoch bis auf 4,36 Prozent. Der Bund-Future war zuletzt niedriger bei 112,64 Prozent. Zweijährige Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte tiefer bei 4,00 Prozent. Bondstratege Kornelius Purps von Unicredit sieht hier die Rendite kurzfristig weiter zurückgehen, da sich der Konjunkturausblick in Europa verschlechtert habe.

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