Anleihen: Keine Angst vor dem Grexit

Anleihen
Keine Angst vor dem Grexit

Der Markt für „Ramsch-Anleihen“ hat einen Rekordstart ins neue Jahr hingelegt. Das Lockerungsprogramm der EZB verleiht den Anlegern Sicherheit. Auch ein möglicher Austritt Griechenlands aus der EU schreckt sie nicht ab.
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LondonDer Kampf zwischen Angst und Habgier an Europas Kreditmärkten ist vorbei. Mario Draghis quantitative Lockerung (QE) sorgt nämlich dafür, dass nicht einmal mehr die Gefahr eines Austritts von Griechenland aus dem Euroraum den Risikoappetit einzudämmen vermag.

Europäische Firmen haben 21 Milliarden Dollar (18,4 Milliarden Euro) an „Ramsch“-Anleihen begeben und damit einen Rekordstart ins Jahr hingelegt, wie Daten von Bloomberg zeigen. Die UBS schloss sich vergangene Woche, der Emissionswelle riskantester Papiere mit einem Debütverkauf an.

Die Nachfrage nach renditestarken Anlagen hat Indexdaten von Bank of America Merrill Lynch zufolge die Kreditkosten für bonitätsschwache Emittenten auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren sinken lassen, was den Investoren seit Jahresbeginn die besten Erträge in drei Jahren einbrachte.

Der Plan der Europäischen Zentralbank (EZB), Anleihen im Volumen von mindestens 1,1 Billionen Euro aufzukaufen, schützt die Märkte vor den möglichen Konsequenzen, dass Griechenland keine Einigung mit seinen internationalen Gläubigern erzielt. Während Europas Finanzminister am Montag zu Verhandlungen über das Hilfsprogramm des Landes zusammenkommen, suggerieren die Kreditmärkte, dass sich die Anleger in Sicherheit wiegen - was auch immer das Ergebnis des Treffens sein mag.

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„Der Markt zuckt die Achseln“

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