Anleihen
Konjunkturdaten drücken erneut auf Bondrenditen

Schwache Konjunkturdaten haben Anleger beiderseits des Atlantiks am Dienstag in die Sicherheit von Staatsanleihen getrieben. Die Kurse stiegen, entsprechend sanken die Renditen. In Europa wie auch in den USA erhielten Spekulationen auf steigende Leitzinsen einen Dämpfer.

HB FRANKFURT. Händler gehen zunehmend davon aus, dass die schlechten Konjunkturnachrichten den Notenbanken keinen großen Spielraum für eine Straffung der geldpolitischen Zügel geben.

In Deutschland signalisierten Daten des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, dass die Zuversicht der Investoren im Juni auf den tiefsten Stand seit Dezember 1992 gerutscht ist. In den USA sackte die Zahl der Baubeginne im Mai auf ein 17-Jahres-Tief. Zudem ging die US-Industrieproduktion im Mai zurück.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zwei Basispunkte niedriger bei 4,60 Prozent. Der Bund-Future notierte 20 Basispunkte höher bei 110,29 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel fünf Basispunkte auf 4,21 Prozent.

Am Primärmarkt beschaffte der US-Kabelnetzbetreiber Time Warner Cable fünf Mrd. Dollar (3,2 Mrd. Euro) über Anleihen mit Laufzeiten zwischen fünf und 30 Jahren. Außerhalb des Finanzsektors hatten in diesem Jahr nur zwei Emissionen ein größeres Volumen.

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