Anleihen
Kurzlaufende Staatspapiere sind gefragt

Das Thema Leitzinsen hat die Kurse an den Anleihemärkten gestern den zweiten Tag in Folge beflügelt. Anleger erwarten für die USA niedrigere Zinsen, in Europa wird eine Zinserhöhung immer unwahrscheinlicher. Europäische Bonds profitierten überdies vom deutschen ZEW-Konjunkturindex für August, der mit minus 6,9 weit niedriger als erwartet ausfiel.

HB FRANKFURT. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag deutlich niedriger bei 4,21 Prozent. Der Bund-Future legte 0,48 Prozentpunkte zu auf 119,94 Prozent. Zehnjährige US-Treasuries rentierten mit 4,58 Prozent.

Die Renditedifferenz zwischen zwei- und zehnjährigen Staatspapieren weitete sich deutlich aus. Bei US-Treasuries waren es 0,6 Prozentpunkte, so viel wie zuletzt 2005. Zweijährige Treasuries rentierten bei 3,97 Prozent. Bei den Bundesanleihen weitete sich der Spread ebenfalls deutlich aus, die Rendite Zweijähriger fiel auf 3,81 Prozent. Grund: Investoren schichteten aus Geldmarktfonds in kurzfristige Staatspapiere um, da die Fonds auf mit den riskanten Hypotheken unterlegten geldmarktfähigen Papieren sitzen könnten.

Griechenland emittierte eine Anleihe über 1,2 Mrd. Euro bei 17 Jahren Laufzeit. Die Rendite betrug 4,84 Prozent. Die BayernLB platzierte ein variabel verzinsliches zweijähriges Papier über 500 Mill. Euro.

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