Anleihen-Märkte
Aussicht auf höhere Zinsen belastet Bonds

Die Spekulationen auf höhere Zinsen im nächsten Monat haben am Donnerstan auf die Kurse der Staatsanleihen im Euroraum gedrückt.

HB FRANKFURT. Zwar beließ die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet den Leitzins unverändert bei 3,75 Prozent. Allerdings deutete EZB-Präsident Jean-Claude Trichet eine Zinserhöhung im nächsten Monat an. Er sagte, beim Kampf gegen die Inflation sei „starke Wachsamkeit“ nötig. „Damit gab er einen klaren Hinweis auf eine Zinserhöhung im Juni“, sagte Andy Cossor, Stratege für Festverzinsliche Wertpapiere bei der DZ Bank. „Aber die Rede enthielt kaum etwas, das stärkere Kursausschläge bei den Anleihen bewirkt hätte.“ Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe war bei 4,21 Prozent etwas höher als am Vortag. Der Kurs des Terminkontrakts Bund-Future lag wenig verändert bei 113,70 Prozent.

Die US-Treasuries reagierten kaum auf die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten. Die zehnjährige Benchmark-Anleihe rentierte bei 4,65 Prozent marginal niedriger als am Vortag. In Großbritannien näherten sich nach dem Zinsentscheid der Bank of England (siehe Devisen) die Renditen der zweijährigen Gilts, die am stärksten auf Veränderungen bei den Zinserwartungen reagieren, dem höchsten Stand seit November 2000. Die Rendite zog bis auf 5,56 Prozent an.

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