Anleihen
NXP plant größten Junk-Bond aller Zeiten

Kommentare von Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) am Rande des Treffens des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Singapur haben am Montag die Anleihemärkte belastet. Mehrere Zentralbanker betonten die Inflationsgefahren im Euro-Raum.

FRANKFURT. Händler schlossen daraus, dass die EZB die Leitzinsen auch im nächsten Jahr noch anheben wird. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,82 Prozent, die zweijähriger Papiere auf 3,71 Prozent. Der Bund-Future brach um 0,43 Prozentpunkte auf 117,07 Prozent ein. In den USA belasteten Daten, wonach ausländische Investoren im Juli weniger US-Staatsanleihen gekauft haben. Die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg daraufhin auf 4,82 Prozent.

Am Primärmarkt öffnen die Konsortialführer heute die Bücher für die erste Pfandbrief ähnliche Anleihe aus den USA. Washington Mutual, der größte US-Sparkassenverbund, plant laut Händlern eine Emission über insgesamt drei Mrd. Euro, aufgeteilt in eine fünf- und eine zehnjährige Tranche. Unter den Emittenten von Junk-Bonds – Anleihen mit schlechter Bonität – geht ab heute NXP Semiconductor auf Roadshow. Die von Finanzinvestoren übernommene Halbleitersparte von Philips plant für Oktober eine Emission über 4,5 Mrd. Euro. Das wäre der größte Junk-Bond aller Zeiten.

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