Anleihen
Pimco trommelt für Schwellenländer-Bonds

Die Renditen von Anleihen aus aufstrebenden Volkswirtschaften sind deutlich gestiegen. Für die Allianz-Tochter Pimco ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, hier wieder stärker zu investieren.
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New YorkNachdem der größte Ausverkauf in mehr als einem Jahrzehnt die Renditen von Anleihen aus Schwellenländern hochgetrieben hat, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Bonds zu kaufen, erklärte Pacific Investment Management (Pimco), weltgrößter Bonds-Investor, am Mittwoch.

“Wir sehen Wert in den höheren Renditen, welche viele Anleihen aus Schwellenländern zu bieten haben - sowohl in lokaler Währung als auch in US-Dollar”, schrieb Ramin Toloui, Co-Chef für Schwellenländer-Anleihen bei Pimco, in einer Notiz an Kunden. “In einem weltweiten Umfeld, das trotz festerer konjunktureller Indikatoren von anhaltenden Sorgen zum Wachstum geprägt ist, werden die Leitzinsen in Industriestaaten und Schwellenländern wohl niedrig bleiben.”

Dollar-Anleihen aus Schwellenländern hatten im zweiten Quartal rund 6,1 Prozent eingebüßt, zeigen Index-Daten von JPMorgan Chase. Das war das größte Minus seit 1998, als es bei Russland zu einem Zahlungsausfall kam.

Pimco hatte zuletzt glücklos agiert, was vom Management auch eingeräumt worden war. „Bleiben Sie Pimco treu, wir werden diesen Krieg gewinnen“, schrieb Fondsmanager Bill Gross zuletzt in seinem monatlichen Brief an die Investoren. Mit Anleihen lasse sich nach wie vor Geld verdienen, wenn man es richtig anstelle.

Der Pimco-Flaggschiff-Fonds Total Return verwaltet ein Vermögen von 262 Milliarden Dollar. Daraus zogen die Kunden im Mai, Juni und Juli insgesamt über 18 Milliarden Dollar ab, wie das Analysehaus Morningstar errechnet hat. Das warf auch einen Schatten auf die Halbjahresbilanz der Pimco-Mutter Allianz.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • die bekommen auch langsam kalte Füße. Wer heute noch in Staatsanleihen ivestiert, hat wirklich nichts verstanden.

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