Anleihen
Rendite von Bundesanleihe bricht ein

EZB-Chef Mario Draghi kündigte neue Maßnahmen an. Die Renditen von Staatsanleihen geben schon einen kleinen Vorgeschmack darauf, was die Märkte vom verschärften Kurs der Notenbank erwarten.
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Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Euro-Zone haben die Renditen deutscher und französischer Anleihen auf neue Rekordtiefs gedrückt. Die zehnjährigen Titel warfen zeitweise nur noch 0,710 beziehungsweise 1,008 Prozent ab. Noch nie konnte sich der deutsche Staat so günstig verschulden wie aktuell.

Geschürt wurden die Spekulationen durch Inflationsdaten aus Spanien. Hier gingen die Preise im November im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zurück - von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 0,3 Prozent gerechnet. Die Zahlen deuteten darauf hin, dass auch die Inflation in der Euro-Zone niedrig ausfallen dürfte, sagte ein Händler. Damit stelle sich für Investoren nur noch die Frage, wann die EZB aktiv werde.

EZB-Chef Mario Draghi hatte vor kurzem die Tür für Staatsanleihenkäufe der Zentralbank weit aufgemacht. Mit diesem umstrittenen Schritt würde die Zentralbank mehr Geld in die Wirtschaft pumpen, um die Konjunktur in der Euro-Zone anzukurbeln und die extrem niedrige Teuerung zu erhöhen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Anleihen: Rendite von Bundesanleihe bricht ein"

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  • Mit keinem Wort mehr kündigt Draghi den Kauf von Staatsanleihen an, denn er hat begriffen, daß er nicht darf.

    Bitte sehr: auch hinhören, wenn dieser Herr etwas sagt.

  • Da will ich mal sehen wie die Allianz & Co. ihre Dividenden demnächst noch zahlen will.

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