Anleihen
Renditen der Staatsanleihen geben leicht nach

Die schlechte Entwicklung der Aktienbörsen hat am Donnerstag den Renditeanstieg der Staatsanleihen gebremst. Zunächst hatten noch Ängste vor unerwartet deutlichen Leitzinserhöhungen im Euro-Raum die Renten belastet.

cü FRANKFURT. Yves Mersch, Chef der luxemburgischen Notenbank betonte, dass Preisstabilität das oberste Ziel der Europäische Zentralbank (EZB) sei. Am späten Abend lag die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe mit 3,81 Prozent allerdings sogar leicht unter dem Vortagsniveau.

Der Bund-Future mit Fälligkeit im Dezember stieg um 0,23 Prozentpunkte auf 117,17 Prozent. Der September-Kontrakt des Bund-Futures lief gestern aus und schloss mit 117,68 Prozent. Anleihen-Terminkontrakte haben jeweils eine Laufzeit von neun Monaten, drei Monate davon gelten sie als richtungsweisend. Dabei haben sie die höchsten Umsätze und oft auch den höchsten Kurs. Beim Wechsel in einen neuen führenden Kontrakt kommt es deshalb – wie auch gestern – automatisch zu Abschlägen. In den USA fiel die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen ebenfalls leicht auf 4,79 Prozent.

Am Primärmarkt wird Siemens eine Hybrid-Anleihe in zwei Tranchen über bis zu 900 Mill. Euro und 750 Mill. Pfund platzieren. Hybride Bonds sind nachrangig und riskanter als andere Anleihen. Die Euro-Tranche des Siemens-Papiers dürfte um die 5,3 Prozent rentieren.

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