Anleihen
Renditen der Staatsanleihen ziehen kräftig an

Beiderseits des Atlantiks haben die Anleihenkurse am Donnerstag nachgegeben. In Europa gab es Signale für eine weitere Straffung der Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ den Leitzins zwar erwartungsgemäß bei vier Prozent.

FRANKFURT. Notenbankchef Jean-Claude Trichet bezeichnete das Zinsniveau jedoch als „noch immer akkomodierend“, also die Wirtschaft stützend, und nannte die Finanzierungskonditionen weiterhin günstig. Am Zinsterminmarkt stiegen daraufhin erneut die Wetten, dass der Leitzins zum Jahresende bei 4,5 Prozent liegen wird.

Zudem ging der Anreiz, Staatspapiere als sicheren Hafen zu nutzen, mit schwindenden Terrorängsten zurück. Dies belastete europäische Anleihen und US-Treasuries gleichermaßen und trieb die Renditen nach oben. Am amerikanischen Unabhängigkeitstag am Mittwoch waren Zwischenfälle ausgeblieben, Großbritannien senkte die Terror-Warnstufe. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg deutlich auf 4,64 Prozent. Der Bund-Future sank auf 110,24 Prozent. Zehnjährige Treasuries rentierten ebenfalls merklich höher mit 5,10 Prozent.

Am Primärmarkt kündigte die Deutsche Telekom auf Yen lautende „Samurai-Bonds“ über insgesamt 500 Mrd. Yen (2,99 Mrd. Euro) an. Sie sollen in den nächsten zwei Jahren platziert werden.

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