Anleihen
Renditen der US-Bonds brechen ein

Kapitalanleger haben am Donnerstag die Sicherheit von Staatsanleihen gesucht. Beiderseits des Atlantiks legten die Bondkurse zu, die Renditen sanken besonders in den USA merklich. Ein Konjunkturbericht sorgte abermals für Rezessionsängste.

HB FRANKFURT. Ein Konjunkturbericht des US-Wirtschaftsministeriums zeigte, dass die weltgrößte Volkswirtschaft langsamer wächst als Experten erwartet hatten und im vierten Quartal eine Rezession begonnen haben könnte. Spekulationen auf höhere US-Leitzinsen schwanden.

Für die zwölf Monate bis Ende März 2009 senkte Washington die Wachstumsschätzung von einem auf 0,9 Prozent. Im zweiten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt der USA annualisiert nur um 1,9 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten mit einem Plus von 2,3 Prozent gerechnet. Im Schlussquartal 2007 sei die Wirtschaftskraft der USA auf Jahresbasis sogar minimal geschrumpft, hieß es.

Zehnjährige US-Treasuries rentierten acht Basispunkte niedriger bei 3,96 Prozent. Die Rendite deutscher Bundesanleihen sank fünf Basispunkte auf 4,36 Prozent. Der Bund-Future stieg auf 112,34 Prozent. Im Zuge der US-Konjunkturdaten holte er zwischenzeitliche Kursverluste auf, die auf Inflationsbedenken basiert hatten. In der Eurozone sind die Verbraucherpreise so schnell gestiegen wie seit über 16 Jahren nicht mehr.

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