Anleihen
Renditen für Italien und Spanien sinken

Die Anleiherenditen von Italien und Spanien sinken wieder. Händler gehen davon aus, dass die EZB wieder aktiv Anleihen der Problemländer aufkauft. Das sorge für Entspannung bei den Renditen.
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LondonDie Renditen der zehnjährigen italienischen und spanischen Anleihen haben sich weiter verbilligt. Händler sagten, die Europäische Zentralbank (EZB) kaufe weiter italienische Anleihen am Markt, was zu der Entspannung bei den Renditen führe.

Die EZB hatte bereits am Montag mit den Anleihekäufen begonnen. Die Rendite der italienischen Papiere sank auf 5,14 Prozent. Auch bei spanischen Papieren entspannte sich die Lage: Sie rentierten mit 5,02 Prozent. Vergangene Woche hatten sich die Renditen bei mehr als sechs Prozent bewegt, was Angst vor einer finanziellen Überforderung dieser beiden großen Euro-Zonen-Länder geschürt hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Verträge von Maastricht und Versailles miteinander zu vergleichen ist m.A.n. Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beides ist Obst, doch das ändert nichts an einer ganzen Reihe fundamentaler Unterschiede.

    Doch ganz gleich wie man zu dieser Frage steht: Entscheident ist, dass der Vertrag von Maastricht nicht eingehalten wird. Zuerst nicht von den Mitgliedsstaaten (Deutschland und Frankreich wenig ruhmreich vorneweg), und zunehmend auch nicht mehr von der EZB.

    Und egal wie sinnvoll das aktuelle Verhalten der EZB auch ist. Mittelfristig erwächst daraus nichts Gutes. Fehlentscheidungen der Vergangenheit verlieren ihre Brisanz nicht nur Negierung oder Vertuschung. Und der Euro in seiner Konstruktion ist ein Fehler gewesen.

    Diesen Fehler zu korrigieren wird (würde) teuer werden, sehr sehr teuer. Denn die einzig wirksame Korrektur ist die Rückabwicklung des Euro, vielleicht noch seine Aufspaltung. Aber das Festhalten am Euro wird den allerhöchsten Preis fordern. Das Auseinanderbrechen des Europas aus freundschaftlich und partnerschaftlich miteinander verbundenen Nationalstaaten.

  • „Man sagte in den 1920ern, Deutschland zahlt. Es zahlt heute noch: Maastricht, das ist der Versailler Vertrag, nur ohne Krieg“, so Chefredakteur Franz-Olivier Giesbert 1992 „im Le Figaro“. Dann kann man nur hoffen, dass Maastricht bald stirbt. „Das ist kein Friede“, bemerkte Marschall Foch einst zum Versailler Vertrag. „Das ist ein Waffenstillstand für zwanzig Jahre.“

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