Anleihen
Renditen von Bundesanleihen sacken ab

Am europäischen Rentenmarkt haben die Kurse am Donnerstag zugelegt, die Renditen gaben markant nach. Anleger waren erleichtert, dass die Europäische Zentralbank nach ihrer bereits erwarteten Leitzinserhöhung keine weiteren Zinsschritte andeutete.

HB FRANKFURT. Höhere Zinsen machen den Kupon bestehender Anleihen weniger attraktiv. Notenbankchef Jean-Claude Trichet verwies zudem auf Konjunkturrisiken in der Eurozone und erklärte, Indikatoren deuteten auf eine Wachstumsabschwächung im Jahresverlauf hin. Das stärkte die Motivation, Staatspapiere als sichere Anlagemöglichkeit zu nutzen.

Auf die Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent selbst reagierte der Bondmarkt kaum, da Volkswirte den Schritt fast einhellig erwartet hatten. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten elf Basispunkte niedriger bei 4,53 Prozent. Der Bund-Future kletterte auf 111,02 Prozent.

In den USA zogen die Bondkurse ebenfalls an, nachdem Daten eine Schrumpfung des Dienstleistungssektors anzeigten. Wegen Inflationsbefürchtungen waren vor allem Kurzläufer gefragt. Die Rendite zweijähriger Treasuries sank vier Basispunkte. Zehnjährige Papiere rentierten kaum verändert bei 3,97 Prozent. Am Primärmarkt begab Frankreich Langläufer über insgesamt 5,355 Mrd. Euro, Spanien beschaffte rund drei Mrd. Euro.

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