Anleihen
Renditen von Staatsanleihen behaupten sich

An den Anleihemärkten atmeten die Marktteilnnehmer gestern nach der turbulenten Sitzung zum Wochenausklang durch. Hatten am Freitag noch robuste US–Konjunkturdaten für deutliche Kursgewinne und damit einher gehende sinkende Kapitalmarktzinsen gesorgt, so tendierten die Kurse gestern seitwärts.

scc FRANKFURT. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg bis zum späten Abend leicht auf 3,48 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg geringfügig um einen Basispunkt auf 120,29 Prozent. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe verharrte auf 4,54 Prozent.

Nach dem deutlichen Plus von Freitag zeigt damit die Tendenz beim Bund–Future nun nicht mehr eindeutig nach oben. Vom Kursziel der Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist das Marktbarometer noch immer deutlich entfernt. Generell gehen die meisten Experten davon aus, dass nach einer Fülle von Konjunkturdaten in der vergangenen Woche nun etwas mehr Ruhe eintritt. Wie recht sie damit haben, wurde gestern bereits deutlich. Obwohl die deutschen Auftragseingänge im Dezember (s. Devisenmarkt) unerwartet schlecht ausfielen, hatte dies auf die Anleihemärkte keine unmittelbaren Auswirkungen. Generell gehen die Experten der DZ-Bank davon aus, dass es nach den Verlusten der vergangenen Woche zu einer leichten Korrektur am Rentenmarkt kommt. Das Gewinnpotenzial sei allerdings begrenzt, heißt es von dort.

Im US-Handel beobachten Experten weiterhin mit großen Interesse, dass die Rendite der zehnjährigen Anleihe nicht nur unterhalb der zweijährigen Anleihe liegt, sondern dass sich der Abstand in den letzten beiden Wochen sogar vergrößert hat. 4,54 Prozent stehen inzwischen 4,62 Prozent bei den Zweijährigen gegenüber. Sollte die Schere noch weiter auseinander gehen, sehen die Experten darin ein Zeichen für zunehmende Inflationsängste an den Märkten.

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