Anleihen
Renditerutsch bei zweijährigen Laufzeiten

Die Flucht in Qualitätswerte hat die Kurse am Anleihemarkt in den USA und Europa gestern weiter nach oben getrieben. Auslöser waren die Diskontsatz-Senkung der US-Notenbank am Wochenende und die Übernahme der angeschlagenen US-Investmentbank Bear Stearns durch JP Morgan Chase.

FRANKFURT. Der Markt mache sich Sorgen, dass noch ein weiteres Finanzinstitut vor dem Kollaps stehe, erklärten Analysten. Am Zins-Terminmarkt spekulierten Anleger, dass die Fed den Leitzins heute um mindestens einen Prozentpunkt senken wird.

Das schob besonders die Kurse zweijähriger Staatsanleihen an, die am stärksten auf Veränderungen bei den Zinserwartungen reagieren. Entsprechend kräftig fiel der Renditerückgang aus. Die zweijährigen US-Treasuries verzeichneten den größten Renditeeinbruch seit fast fünf Jahren. Am Nachmittag rentierten sie 13 Basispunkte niedriger bei 1,35 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe nähert sich mit 3,37 Prozent ihrem Zehn-Jahres-Tief von 3,18 Prozent, das am 13. Juni 2003 erreicht wurde.

Die Rendite der zweijährigen Bundesschatzanweisung sank gestern um neun Basispunkte auf 2,98 Prozent. Zeitweise fiel sie sogar 32 Basispunkte, so stark war sie seit über 15 Jahren an keinem Handelstag mehr gesunken. Der Bund-Future stieg 25 Basispunkte auf 118,09 Prozent.

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