Anleihen
Renditesprung nach US-Daten

Hoffnungen auf eine nachhaltige Konjunkturerholung haben am Donnerstag zu Verkaufsorders am Anleihemarkt geführt; die Renditen legten deutlich zu. Die Wirtschaftskraft der USA ist erstmals seit einem Jahr wieder gewachsen.
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HB FRANKFURT. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums lag das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 3,5 Prozent über dem Niveau im Vorjahreszeitraum. In Deutschland ist überraschend die Arbeitslosenquote zurückgegangen.

Angesichts dieser erfreulichen Nachrichten war die Sicherheit von Staatspapieren weniger gefragt. Bei zehnjährigen Bundesanleihen stieg die Rendite sieben Basispunkte auf 3,32 Prozent. US-Treasuries mit zehn Jahren Laufzeit rentierten acht Basispunkte höher bei 3,49 Prozent. Verkaufsdruck dürfte auch die Tatsache bewirkt haben, dass die US-Notenbank am Donnerstag die letzten Anleihekäufe gemäß ihres 300 Mrd. Dollar schweren Aufkaufprogramms vornahm und keine weiteren Käufe geplant sind.

Das Finanzministerium führte derweil eine weitere Anleiheauktion in Rekordvolumen durch. Mit einem siebenjährigen Papier beschaffte Washington 31 Mrd. Dollar. Insgesamt platzierten die USA in dieser Woche Staatsanleihen im beispiellosen Volumen von 123 Mrd. Dollar. Italien platzierte für 7,37 Mrd. Euro Anleihen mit den Fälligkeiten 2012, 2016 und 2020.

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