Anleihen
Rentenexperten uneins über die Entwicklung

Nachdem europäische und US-Staatsanleihen in den vergangenen zwei Wochen unter Verkaufsdruck gestanden haben, sind Analysten geteilter Meinung über die Entwicklung in dieser Woche.

HB FRANKFURT. Die einen rechnen besonders bei langen Laufzeiten mit neuen Kursverlusten, weil weitere Leitzinssenkungen der US-Notenbank die Inflation vorantreiben dürften. Dies würde die Bonderträge schmälern und die Kursperformance belasten. Bondstratege Richard McGuire von RBC Capital erwartet weltweit weiter anziehende Anleiherenditen.

Andere Marktbeobachter halten die jüngsten Kursverluste für so stark, dass diese den Verkaufsdruck mindern werden. Raiffeisen Research empfiehlt US-Treasuries nicht länger zum Verkauf und änderte das Anlagevotum in „Neutral“. Sollte die Rendite zehnjähriger US-Bonds über 4,8 Prozent steigen, wäre dies aus Sicht der Bank ein Kaufsignal. Angesichts der US-Zinssenkung um 50 Basispunkte hatte der Kurs zehnjähriger Treasuries vergangene Woche den größten Wochenverlust seit März 2005 verbucht. Die Rendite erreichte am Freitag 4,7 Prozent, nachdem sie am 10. September noch bei 4,3 Prozent lag. Zehnjährige Bundesanleihen verloren auf Wochensicht so stark an Wert wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Kommentare von Vertretern der Europäischen Zentralbank nährten auch Inflationsbedenken.

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