Anleihen
Risikoscheu drückt die Bondrenditen

Sowohl in Europa als auch in den USA haben die Anleihekurse am Dienstag zugelegt, die Renditen sanken. Grund waren Befürchtungen der Anleger, dass die konjunkturelle Entwicklung schlechter als erwartet ausfallen wird.

FRANKFURT. Ein Anzeichen dafür lieferte in Deutschland der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen, der im April überraschend auf minus 41,4 fiel. Volkswirte hatten einen Anstieg auf minus 37 erwartet. Außerdem warnte der Internationale Währungsfonds vor Risiken für die Stabilität des internationalen Finanzsystems (siehe Devisen).

Dazu kamen sinkende Aktienkurse in Asien sowie im Tagesverlauf auch in Europa und den USA. All das erhöht die Risikoabneigung der Anleger und machte die als sicher geltenden Staatsanleihen attraktiver. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank leicht auf 4,19 Prozent. Der Bund-Future legte 25 Basispunkte zu auf 113,50 Prozent. In den USA rentierten zehnjährige Treasuries bei 3,80 Prozent drei Basispunkte niedriger.

Am Primärmarkt platzierte die Deutsche Postbank siebenjährige Pfandbriefe im Volumen von einer Milliarde Euro. Mit einem zweijährigen Papier beschaffte sich die L-Bank Baden-Württemberg 1,5 Mrd. Euro. Der Rohstoffkonzern Xstrata kündigte eine Emission in Pfund und Euro in mehreren Tranchen an, Gesamtvolumen knapp zwei Mrd. Euro.

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