Anleihen
Sorge um die Konjunktur drückt Renditen

Konjunktursorgen haben die Anleger am Dienstag weiter in die Sicherheit von Staatsanleihen getrieben. Beiderseits des Atlantiks stiegen die Bondkurse, die Renditen setzten ihre jüngste Talfahrt fort. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 4,12 Prozent so niedrig wie seit Anfang Mitte Mai nicht mehr.

HB FRANKFURT. Der Bund-Future stieg auf 114,59 Prozent. In seiner Rally seit Ende Juli hat er damit fast fünf Prozentpunkte zugelegt. In den USA waren vor allem die Kurzläufer gesucht: Zweijährige Treasuries verteuerten sich deutlich – die Rendite sank fünf Basispunkte und fiel auf das Fünfwochentief von 2,28 Prozent. Zehnjährige US-Papiere rentierten minimal niedriger bei 3,81 Prozent.

Das höhere Sicherheitsbedürfnis der Kapitalanleger fußte zum einen auf negativen Analystenkommentaren zum US-Finanzsektor (siehe Aktien). Am US-Eigenheimmarkt fiel zudem die Zahl der Baubeginne auf ein 17-Jahrestief. In Europa konnten die wieder gestiegenen Konjunkturerwartungen für Deutschland den Wirtschaftsausblick nicht aufhellen. Der ZEW-Index stieg auf einen Wert von minus 55,5, nachdem er im Juli auf das Rekordtief von minus 63,9 gefallen war. „Die Zahl ist noch immer grauenerregend“, sagte der Bondstratege Kornelius Purps von Unicredit: „Die Wirtschaft im Euroraum schwächt sich weiter ab und zugleich stehen Zinssenkungen an.“

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