Anleihen
Spanien kommt billiger an frisches Geld

Die Schuldenkrise in Europa entspannt sich weiter. Das hoch verschuldete Land konnte Anleihen zu niedrigen Zinsen auf den Markt platzieren. Die Politik der Zentralbank trägt Früchte.
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Spanien spürt am Kapitalmarkt weiter Rückenwind. Bei der Ausgabe von drei Anleihen zahlte das klamme Land am Donnerstag weniger Zinsen als bei der letzten Auktion Mitte April. Insgesamt nahm Spanien dem Finanzministerium zufolge 4,6 Milliarden Euro ein. Angepeilt waren 3,5 bis 4,5 Milliarden Euro.

Dabei musste das iberische Land für einen Bond mit einer Laufzeit bis Juli 2016 einen durchschnittlichen Zinssatz von 2,247 Prozent aufbringen, für eine Anleihe bis Januar 2018 waren es 2,789 Prozent. Für den Bond bis Juli 2026 fielen 4,336 Prozent an. Allerdings war die Nachfrage nicht mehr ganz so hoch wie noch vor einem Monat.

Spanien steckt tief in der Rezession und galt zeitweise als Kandidat für den Euro-Rettungsschirm. Das Vertrauen der Investoren ist jedoch zurückgekehrt, nachdem EZB-Chef Mario Draghi vergangenes Jahr zugesichert hatte, Anleihen der angeschlagenen Euro-Staaten zu kaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • SPanien braucht vor allem sofort die Haftungsunion, damit sie vor der Götterdämmerung noch schnell ihre Lotterlandanleichen den Sparern im Norden unterjubeln können.

  • Die spanischen Banken haben Rekapitalisierungshilfen aus dem EFSF erhalten, da diese nicht ausreichten, kam der ESM zur Anwendung. Der Target II Saldo ist beachtlich, ebenso das LTRO-Volumen. Die Arbeitslosigkeiten erreichen Rekordwerte, die EZB hat auch in der Vergangenheit spanischen Staatsanleihen am Sekundärmarkt erworben. Insbesondere der starke Schuldenanstieg Spaniens, finanziert durch die EZB und die Fonds, ist besorgniserregend.

    Spanien braucht die europäische Bankenunion, da noch ein gewaltiger Rekapitalisierungs- und Abschreibungsbedarf bei seinen Banken besteht.

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