Anleihen
Staaten verstopfen den Bondmarkt

Wenig verändert notierten die europäischen Anleihen am Montag. Die Aussicht auf eine hohe Emissionstätigkeit von staatlicher Seite sorgte bei den Marktteilnehmern für Zurückhaltung. In dieser Woche wollen europäische Staaten, darunter Deutschland, Österreich, die Niederlande und Italien, Papiere für mindestens 12 Mrd. Euro platzieren.

FRANKFURT. Wenig verändert notierten die europäischen Anleihen am Montag. Die Aussicht auf eine hohe Emissionstätigkeit von staatlicher Seite sorgte bei den Marktteilnehmern für Zurückhaltung. In dieser Woche wollen europäische Staaten, darunter Deutschland, Österreich, die Niederlande und Italien, Papiere für mindestens 12 Mrd. Euro platzieren. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 2,92 Prozent auf dem Niveau vom Freitag. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es neun Basispunkte abwärts auf 125,28 Prozent.

In den USA gaben die Kurse nach, die Rendite der zehnjährigen Treasuries stieg drei Basispunkte auf 2,90 Prozent. Hier liegt das für diese Woche angekündigte Emissionsvolumen mit 63 Mrd. Dollar deutlich höher als in Europa. Händlern zufolge konzentriert sich der Markt auf dieses reiche Angebot, so dass die Kurse eher nach unten als nach oben tendieren dürften.

Mit Treasuries haben Investoren dieses Jahr fast nur Verluste erzielt. So haben zehnjährige US-Anleihen seit Jahresbeginn 7,2 Prozent und 30jährige Papiere 12,7 Prozent verloren, die Renditen sind entsprechend gestiegen. Grund ist der zunehmende Finanzbedarf des Staates für die Konjunkturpakete.

Am Primärmarkt begab die NRW Bank eine 2012 fällige Anleihe. Das Volumen lag bei 500 Mio. Euro.

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