Anleihen
Staatsbonds büßen Gewinne wieder ein

Amerikanische und europäische Staatsanleihen sind am Mittwoch mit Kursgewinnen in den Handel gestartet und haben diese im Tagesverlauf wieder abgegeben. Hochzinsanleihen von Ländern wie der Türkei und Südafrika wurden verstärkt abgestoßen, da Anleger ihr Risiko reduzierten. Auch Unternehmensanleihen standen unter Verkaufsdruck.

HB FRANKFURT. Zunächst steigerten schlechte Nachrichten zum US-Hypothekensektor die Nachfrage nach sicheren Staatspapieren. Zweijährige US-Treasuries verteuerten sich so, dass die Rendite den tiefsten Stand seit fast fünf Monaten erreichte. Europäische Staatsanleihen profitierten auch von schwachen Wachstumsdaten für die europäische Industrie.

Hochzinsanleihen von Ländern wie der Türkei und Südafrika wurden verstärkt abgestoßen, da Anleger ihr Risiko reduzierten. Auch Unternehmensanleihen standen unter Verkaufsdruck. Ihre Absicherung gegen Insolvenzfolgen wurde wieder teurer, wie der Markt für Kreditausfall-Swaps zeigte.

Dann sorgte die Aktienkurserholung an der Wall Street für größere Zuversicht zur US-Konjunktur. Dabei half auch der starke ISM-Index für die amerikanische Industrie. Die Motivation, Staatsanleihen als sicheren Hafen zu nutzen, ging zurück – und die Kursgewinne schwanden. Am Nachmittag rentierten zehnjährige US-Treasuries minimal höher bei 4,76 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag mit 4,35 Prozent marginal höher. Der Terminkontrakt Bund-Future bewegte sich bei 112,79 Prozent seitwärts.

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