Anleihen
Starker ZEW-Index nährt Sorge vor Zinserhöhung

dpa-afx FRANKFURT. Der deutsche Rentenmarkt hat am Dienstag nach dem unerwartet kräftigen Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder eingebüßt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future gab bis zum Mittag um 0,18 Prozent auf 120,63 Punkte ab. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 0,013 Punkte auf 3,407 Prozent.

Nach der am Dienstag in Mannheim veröffentlichten monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) legte der Index der Konjunkturerwartungen im Dezember zum Vormonat um 22,9 auf 61,6 Punkte zu. Wesentlicher Faktor für den aufkommenden Optimismus war nach Angaben der Wirtschaftsforscher die zunehmende Investitionsbereitschaft der deutschen Unternehmen.

Positive Konjunkturdaten aus den Euroländern machen nach Einschätzung von Experten weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) wahrscheinlicher. Höhere Leitzinsen wiederum ziehen in der Regel auch die Renditen der Festverzinslichen mit nach oben und belasten die Kurse. Die EZB hatte ihren Leitzins in der vorvergangenen Woche von 2,00 auf 2,25 Prozent und damit erstmals seit fünf Jahren angehoben.

In den Fokus der Anleger rückt am Abend die US-Zinsentscheidung. Zwar gilt als sicher, dass die US-Notenbank ihren Leitzins zum 13. Mal in Folge auf dann 4,25 Prozent erhöhen wird. Spannung verspricht aber die Begründung. Zum ersten Mal seit Monaten könnte die Fed ihre Formulierung weglassen, die Zinsen weiterhin in einem "moderaten Tempo" erhöhen zu wollen - um den Märkten damit ein Ende des vor anderthalb Jahren eingeläuteten Zinserhöhungszyklus' zu signalisieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%