Anleihen
Talfahrt der Anleihekurse setzt sich fort

Die Kurse an den europäischen und amerikanischen Anleihemärkten sind am Mittwoch weiter gefallen und ihre Renditen im Gegenzug gestiegen. Dabei stützten die etwas schwächer als erwarteten Einkaufsmanagerindizes im Euro-Raum und in den USA die Anleihen nur kurzzeitig.

HB FRANKFURT. „Die Daten haben an der vorherrschenden Einschätzung, wonach die Konjunktur weiter wächst und weitere Zinserhöhungen zu erwarten sind, nichts geändert“, sagte ein Händler. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird zwar nach allgemeiner Ansicht heute noch nicht die Leitzinsen erhöhen, im März gilt aber ein Zinsschritt als wahrscheinlich. Die US-Notenbank hatte am Vorabend erwartungsgemäß die Leitzinsen auf nunmehr 4,5 Prozent angehoben und weitere Erhöhungen nicht ausgeschlossen.

Der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für den Euro-Raum sank moderat auf 53,5 Punkte. Dennoch signalisiere der Index, dass die Wirtschaft auf Expansionskurs ist. Das galt auch für den vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichten US-Einkaufsmanagerindex, der auf 54,8 Punkte zurückging.

Zum Schluss des Handels lag der Bund-Future, Terminkontrakt auf Bundesanleihen, 0,50 Prozentpunkte im Minus bei 119,93 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg deutlich auf 3,53 Prozent. In den USA kletterte die Rendite zehnjähriger Anleihen auf 4,56 Prozent.

Die Kurse der US-Anleihen wurden zusätzlich durch das in der nächsten Woche anstehende Angebot an neuen Treasuries über insgesamt 48 Mrd. Dollar gedrückt. Besonders im Fokus dürfte die Auktion der 30-jährigen Anleihe über 14 Mrd. Dollar stehen. Es ist die erste Emission einer neuen 30-jährigen Anleihe seit fünf Jahren. Bis zum Emissionsstopp galt der so genannte Longbond als die Richtung weisende Anleihe in Nordamerika.

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