Anleihen und Rendite
Wo Zinsjäger auf Pirsch gehen

Tagesgeld bringt kaum Erträge. Und selbst Profianleger kämpfen, um für Versicherungen oder Fonds gute Renditen zu erzielen. Jenseits der Euro-Zone locken Erträge. In welche Regionen die Flucht vor dem Zinstief führt.
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FrankfurtDirekt Staatsanleihen zu kaufen, das tun die wenigsten Privatanleger. Auch Anleihefonds sind nicht so stark verbreitet. Der Privatanleger bringt sein Geld am liebsten zur Bank, die das Geld dann in sicheren Anlagen – darunter auch Staatsanleihen – parkt und die regelmäßigen Zinszahlungen abgreift. Doch seit die Niedrigzinsen Europa im Griff haben, müssen Anleger umdenken, wenn sie noch Rendite erzielen möchten.

Plötzlich rücken Anleihen anderer Staaten in den Fokus, die Privatanleger bislang kaum bis gar nicht im Blick gehabt haben dürften. Statt dem Parken auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto könnten Anleger auch über ein Investment in Fonds nachdenken, die sich auf Anleihen ausländischer Schuldner spezialisiert haben.

Fondsmanager sind bereits jetzt euphorisch: „Aus unserer Sicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um bei Schwellenländer-Anleihen einzusteigen“, meint zum Beispiel Walter Liebe, Fondsmanager bei Pictet. „Die Märkte für Schwellenländer-Anleihen bieten interessante Anlagechancen“, sagt auch Brigitte Le Bries, Expertin für Emerging Markets bei Natixis Asset Management.

In der Tat liegen die Renditeaufschläge für Euro-Anleihen der Emerging Markets im Schnitt 1,7 Prozentpunkte über denen von deutschen Bundesanleihen. Noch mehr gibt es bei Dollar-Bonds der Schwellenländer. Hier liegen die Aufschläge bei 3,8 Prozentpunkten – und das in einem Umfeld wo fünfjährige US-Bonds mit 1,65 Prozent rentieren.

Grund für die höheren Kapitalmarktzinsen in den USA und damit auch den Dollar-Bonds der Schwellenländer sind die besseren wirtschaftlichen Aussichten in Nordamerika. Entsprechend stehen in den USA auch die Zeichen auf eine Zinserhöhung der Notenbank Federal Reserve (Fed) in diesem oder spätestens im nächstem Jahr.

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