Anleihen
Unsicherheit treibt Anleger in Staatsbonds

An den Anleihemärkten in den USA und Europa haben die Kurse am Montag zugelegt, die Renditen gaben deutlich nach. Nach schwachen Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum und den USA (siehe Devisen) setzten Anleger auf die als sicher geltenden Staatspapiere.

FRANKFURT. Der frühere US-Notenbankchef Paul Volcker warnte, dass eine umfassende Erholung der US-Konjunktur noch Jahre dauern werde. Er forderte, dass die USA ihre Auslandsverschuldung senken sollen. Fed-Chef Ben Bernanke erklärte in einer Rede vor dem Kongress, dass die großen US-Haushaltsdefizite die Stabilität gefährden.

Zehnjährige US-Staatspapiere rentierten bei 3,56 Prozent fünf Basispunkte niedriger. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel neun Basispunkte auf 3,55 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es 90 Basispunkte auf 119,92 Prozent nach oben.

Am Primärmarkt stockte Deutschland eine 30jährige Anleihe um vier Mrd. Euro auf acht Mrd. Euro auf. Das Papier stieß auf rege Nachfrage, es war 2,2fach überzeichnet, verglichen mit einer Überzeichnungsquote von 1,2 bei der letzten Emission derartiger Papiere im Juli. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung plant Konsortialkreisen zufolge eine zweijährige internationale Anleihe im Volumen von 1,5 Mrd. Dollar.

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