Anleihen
US-Daten bremsen Renditerückgang

Die Kapitalmarktzinsen im Euro-Raum haben sich am Dienstag wenig verändert präsentiert. Der Terminkontrakt Bund-Future – wichtigstes Barometer für die Stimmung an den Anleihemärkten – stieg zwar in der Spitze bis auf 122,49 Prozent, am späten Nachmittag lag er aber nur noch 0,16 Prozentpunkte im Plus bei 122,34 Prozent.

cü FRANKFURT. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,26 Prozent nur marginal höher als am Vortag.

Im Blickpunkt standen dabei am Nachmittag vor allem Konjunkturdaten aus den USA. Der Empire-State-Index, der die Stimmung in Industrie im Großraum New York misst, fiel im Januar auf 20,1 Punkte und damit deutlich schlechter aus als erwartet. „Die Unterkomponenten des Index wie zum Beispiel die Daten zur Beschäftigung sind aber kräftig gestiegen“, sagte Peter Müller, Zinsstratege bei der Commerzbank. Zudem stieg die Industrieproduktion im Dezember stärker als prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung von 80,7 Prozent im Dezember fiel ebenfalls etwas höher als angenommen aus. „Alles in allem waren die Daten nicht schlecht genug, um den Bund-Future über seinen entscheidend Widerstand von 122,45 Prozent zu heben“, sagte Müller.

In den USA sank die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen nach vorherigem leichten Anstieg auf 4,33 Prozent. Die Konjunkturdaten hätten nichts an den Erwartungen nur noch leicht steigender Leitzinsen in den USA geändert, hieß es zur Erklärung im Handel. Die Rendite zweijähriger US-Anleihen fiel auf 4,34 Prozent, so dass die Zinskurve erneut invers wurde, Kurzläufer als mehr Rendite als Langläufer abwarfen.

Am Primärmarkt begab die IKB Deutsche Industriebank eine zweijährige Anleihe über eine Mrd. Euro und damit den ersten Milliarden-Bond in ihrer Geschichte. Insgesamt will die auf den Mittelstand spezialisierte IKB in diesem Geschäftsjahr wie im Vorjahr Anleihen über rund acht Mrd. Euro platzieren.

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